Jung, weiblich, Schlaganfall

Collage: Zwei Bilder nebeneinander, links das Bild einer jungen blonden Frau, deren linke Gesichtshälfte verpixelt ist, rechts im Anschnitt eine Uhr mit abmontierten Zeigern, die oberhalb des Ziffernblatts liegen
 
 

Schlaganfälle treffen Menschen in allen Lebenslagen – junge, alte, gesunde, kranke, Frauen und Männer. Selbst Kinder können betroffen sein. Zum Welt-Schlaganfalltag erzählen zwei junge Frauen von ihrem Leben vor und nach dem Schlaganfall.

Janet Thun (Foto links) engagiert sich ehrenamtlich für Schlaganfall-Betroffene. Nach ihrem Schlaganfall hat sie die Selbsthilfegruppe „Neue Wege“ für junge Menschen mitgegründet. Sophia Muriel setzt sich in ihrem Kunstwerk „FAST“ (Foto rechts), benannt nach dem Test zur Schlaganfallerkennung, mit ihrem Schlaganfall auseinander. Die Künstlerin verarbeitet die ersten Stunden danach: Vom Erwachen nach der Operation, als sie die Uhr nicht mehr lesen kann und die Zeiger verrücktspielen, bis zum erlösenden Moment, als sie die Frage „Wie spät ist es?“ wieder beantworten kann. Gemeinsam wollen beide Frauen darauf aufmerksam machen, dass Schlaganfälle alle Menschen treffen können und schnelle medizinische Hilfe oftmals Leben retten kann.

Bei einem Schlaganfall ist schnelle Hilfe entscheidend. Je früher er diagnostiziert und behandelt wird, desto höher die Chance auf eine möglichst vollständige Wiederherstellung der Hirnfunktionen. Das macht Öffentlichkeit für das Thema so wichtig. Jedes Jahr erleiden fast 300 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, oftmals mit einschneidenden Folgen für das eigene Leben. Schlaganfälle gehören damit zu den häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Behinderung.

 

Samstag, 29. Oktober 2022, 11-14 Uhr

Mit offener Fragerunde und Buffet. Eintritt frei.

Eine Kooperation der Berliner Schlaganfall-Allianz (BSA e.V.) und der Fürst Donnersmarck-Stiftung.

Sophia Muriels Kunstwerk "FAST" ist anschließend für 2 Wochen in der Villa Donnersmarck zu sehen.

 
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