Jour fixe: Verhinderte Patient*innen

Menschen mit Behinderung und der Zugang zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung

eine Frau und einen Mann im Arztkittel mit Stehoskope um den Hals, im Hintergrund an der Wand das Rollstuhlpiktogramm
 

Wenn die Gesundheit Probleme bereitet, sucht man sich medizinische Hilfe, bei dem Arzt, dem man vertraut. Was nach dem Prinzip der freien Arztwahl für gesetzlich krankenversicherte Bürgerinnen und Bürger so selbstverständlich klingt, wird zu einer echten Herausforderung, wenn man mit einer Behinderung lebt. Für Menschen mit Behinderung endet die Suche nach dem passenden Spezialisten oft vor der Eingangstür, denn viele Arztpraxen sind nicht ausreichend barrierefrei und selbst wenn, garantiert dies noch nicht die Behandlung. In der Verständigung zwischen Mediziner und Patienten warten mitunter weitere Hindernisse. Dabei haben Menschen mit Behinderung wie alle ein Recht auf uneingeschränkte Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge.

Wie steht es in Berlin um die Barrierefreiheit in der Medizin, damit Menschen mit Behinderung ihr Wunsch- und Wahlrecht ausüben können und keine „verhinderten Patient*innen“ bleiben?
Welche Standards benötigt eine barrierefreie Arztpraxis? Wie bereiten sich Ärzte fachlich auf Patienten mit Behinderung vor? Wie werden die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Mehrfachbehinderungen mitgedacht? Wie werden Selbsthilfe und Selbstvertretungsorganisationen eingebunden? Welche Barrieren ergeben sich für Ärzte in ihrem Praxisalltag? Der Jour fixe diskutiert Berlins Initiativen für ein inklusiveres Gesundheitswesen. Diskutieren Sie mit!

Mittwoch, 25. April 2018
18.00 - 21.00 Uhr
Ort: Villa Donnersmarck, Schädestr. 9-13, 14165 Berlin
Eintritt frei / barrierefrei

 
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