Jour fixe: Recht(s)sichere Mobilität

Sonderfahrdienstkunden zwischen Sicherheit und Mobilität?

Ein Verkehrswarnschild in Anlehnung an "Rutschige Fahrbahn" zeigt die Rückseite eines Sonderfahrdienstbusses, der auf zwei Paragraphenzeichen ins Trudeln gerät
 

Im Straßenverkehr sollte man möglichst sicher unterwegs sein. Sonderfahrdienstkunden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sorgen sich jedoch, dass sie neue Anforderungen an die Sicherheit ihres Hilfsmittels ihrer Mobilität begrenzen könnten.

Nach jüngeren EU-Richtlinien wird ihr Rollstuhl bei jeder Beförderung im Sonderfahrdienstbus zum Fahrzeugsitz. In puncto Stabilität und Fixierbarkeit muss er damit hohen Standards entsprechen. Vorgesehen sind Crash Tests und spezielle Rückhaltesysteme. Eine große Zahl an Rollstühlen erfüllt diese Anforderungen zurzeit nicht – bei Beförderung ein Risiko für Fahrunternehmer und Fahrgäste. Kunden des Sonderfahrdienstes schauen skeptisch in die Zukunft, wie ihre größtmögliche Mobilität gewährleistet werden kann.

Unter Regie des Verbands der TÜV (VD Tüv) erarbeitet ein Runder Tisch dafür Lösungsvorschläge. Der Berliner Fahrgastbeirat sieht die Arbeit dieses Gremiums kritisch. Bei der Berücksichtigung der Interessen der rund 31.000 SFD-Fahrberechtigten sehen Menschen mit Behinderung Verbesserungsbedarf. Die anvisierten Lösungen für mehr Sicherheit halten sie für bedingt vereinbar mit ihrer Lebensrealität.

Beim Jour fixe tauschen VD TÜV und Fahrgastbeirat öffentlich ihre Positionen aus. Für einen Faktencheck und Blickwechsel, um Technik und die Menschen, die sie sichern soll, ein Stück näher zu bringen.
Diskutieren Sie mit!

Podiumsgäste:

  • Frank Schneider - Verband der TÜV e.V.
  • Hannelore Bauersfeld - Vorsitzende Fahrgastbeirat Berlin

Jour fixe - Recht(s)sichere Mobilität
Mittwoch, 5. Juni 2013
18.00 - 21.00 Uhr
Eintritt frei, ab 20.00 kl. Imbiss

 
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